Ein paar Gedanken zum Stressmanagement vor der Haustür im Sauerland.
Es ist Sommer im Sauerland. Ein heißer Sommer. Und gerade bei Hitze merke ich wieder ganz besonders, wie wertvoll es ist, in einer Region zu leben, in der Bewegung in der Natur auch im Sommer und bei hohen Temperaturen möglich ist.
Jede Jahreszeit hat auch im Sauerland ihren Charme. Oft hat man ja das Gefühl, die Jahreszeiten verschwimmen, dann ist es schon im April 28 Grad, zwischendurch mal wieder 12 Grad und dann auch Anfang Oktober wieder 30 Grad.
Aber Hitze ist aktuell ein großes Thema und es wird in Zukunft wohl auch immer größer werden.

Über die Autorin
JuliaIch bin im Sauerland zu Hause und davon überzeugt, dass nachhaltiger Wandel dort beginnt, wo Menschen Verantwortung übernehmen. Ich spreche und schreibe über Nachhaltigkeit, mache komplexe Themen verständlich und zeige, wie Zukunftsfähigkeit, regionale Verbundenheit und unternehmerisches Handeln zusammenpassen. Denn das Sauerland ist für mich nicht nur Heimat, sondern auch ein Ort voller Potenzial für mutige, nachhaltige Ideen. > Alle Artikel von Julia
Wie ich versuche, meinen Alltag nachhaltig zu gestalten

Ich versuche, in meinen Alltag möglichst viel Bewegung und ausreichend Sport einzuplanen. Ich weiß mittlerweile, wie wichtig das für mich ist, um mich wohl und leistungsfähig zu fühlen.
Für mein Wohlbefinden spielt die Natur aber eine ebenso große Rolle, und so versuche ich, jeden Tag, wenn möglich, Outdoor-Aktivitäten einzuplanen.
Mein großer Vorteil hier im Sauerland ist, dass ich keine langen Autofahrten brauche, um mitten in der Natur zu sein. Sie wartet quasi vor der Haustür auf mich.
Aktiv sein und Erholung zusammenbringen

Für Hitzetage habe ich einen neuen Rhythmus gefunden, der sich richtig gut anfühlt: morgens im Wald laufen oder eine Runde mit dem Rad drehen.
Danach konzentriert arbeiten. Nachmittags Zeit für meine Kinder haben. Abends auf der Terrasse noch einmal in Ruhe weiterarbeiten.
Oder auch mal andersherum. Abends ist dann auch mal Zeit für ausgedehntere Runden und einen aktiven Sundowner.
Diese Möglichkeit, kleine Auszeiten in den Alltag einzubauen, funktioniert für mich viel besser, als die komplette Erholungszeit auf das Wochenende zu legen.
Ich gestalte lieber jeden Tag so, dass Energie, Fokus und Erholung wirklich zusammenpassen. Das funktioniert aber nur, weil der Weg dahin so kurz ist.
Wenn ich für eine Runde im Grünen erst eine Viertelstunde ins Auto müsste, würde ich sie morgens vor der Arbeit ehrlich gesagt selten machen.
Weil der Sorpesee und der Wald direkt erreichbar sind, wird aus der Theorie „Das würde mir guttun“ eine Routine, die ich wirklich leben kann.
Sorpesee und Wälder rund um Sundern

Der Sorpesee ist der tiefste Stausee im Sauerland und liegt eingebettet im Naturpark Homert mit vielen ruhigen, fast verschwiegenen Buchten. Für mich ist er als Naherholungsgebiet direkt um die Ecke von großer Bedeutung.
Von Amecke aus kann ich über den rund 3,4 Kilometer langen Airlebnisweg laufen, eine kurze, dichte Runde direkt am Vorbecken des Sees.
Wenn ich mehr Zeit habe, nehme ich das Rad und fahre den Seeweg an der Ostseite bis nach Sundern-Langscheid (etwa 7,5 km) oder noch lieber den Höhenweg, bei dem sich Wald und Blick auf den See perfekt verbinden lassen.
Auch die Uferpromenade in Amecke selbst ist für mich ein guter Ort für einen kurzen Kopf-frei-Spaziergang zwischendurch. So kann ich mal schnell den Fokus für Job und Familie neu ausrichten.
Was das Sunderner Stadtgebiet für mich so besonders macht: Es grenzt im Norden und Nordosten direkt an den Arnsberger Wald, während die südlichen Bereiche schon zum Naturpark Homert gehören.
Praktisch egal, in welche Richtung ich morgens starte, ich bin in wenigen Minuten im Wald und muss mich nicht erst ins Auto setzen.
Wenn ich mehr Zeit habe, führt mich der Weg bei längeren Radrunden gerne in Richtung Homert. Hier finde ich bewaldete Höhenzüge mit einem Auf und Ab, das den Kopf fordert und genau deshalb so gut freimacht.

Wenn ich abends etwas mehr Zeit habe, mache ich mich auch gerne auf den Weg Richtung Wildewiese. Vom Schomberg-Turm auf knapp 650 Metern reicht der Blick weit über die bewaldeten Höhen der Umgebung.
Aber auch unterhalb des Turms ist die Aussicht grandios und die Wege hin und zurück kann man super abwechslungsreich gestalten.
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Hauptsache in Bewegung

Ich brauche gar nicht lange Wege und große Runden, um dem Alltagsstress entgegenzuwirken. Mal eben raus und abtauchen hilft mir besonders gut.
Genau das ist für mich ein großer Vorteil daran, in Sundern zu leben. Diese Möglichkeit, in die Natur abzutauchen, ist Teil des ganz normalen Alltags, ohne Zeitverlust, ohne Extraaufwand.
Natürlich mache ich das auch nicht jeden Tag, aber je öfter ich es schaffe, desto besser fühle ich mich.
Stressmanagement im Sauerland

Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass das Thema Stressmanagement auch im Sauerland gerade an vielen Ecken ein Thema ist.
Für mich war es ein Vortrag zu dem Thema „Stress und Stimme“ von Magdalena Hönick und Christina Kaarst, der mich sehr beeindruckt hat.
Es ging darum, wie sehr Stress nicht nur unser Denken und Handeln beeinflusst, sondern auch unsere Stimme, unsere Präsenz und damit natürlich unsere Wirkung auf andere Menschen.
Das hat mich noch einmal bestätigt, warum Natur, Bewegung, flexible Tagesgestaltung und bewusste Pausen für mich untrennbar zusammengehören.
Sie sind die eigentliche Grundlage für Leistungsfähigkeit, Klarheit und Gesundheit im Job.
Wer morgens erschöpft und angespannt in den ersten Termin startet, klingt anders, wirkt anders, entscheidet anders, als jemand, der vorher eine Stunde durchatmen konnte.
Gerade in Zeiten von Hitze, hoher Arbeitsdichte und vielen parallelen Rollen braucht es Wege, gut mit den eigenen Ressourcen umzugehen.
Für mich ist die Antwort eine Routine, die genau deshalb funktioniert, weil sie so kurz und einfach erreichbar ist. Deshalb ist es absolut ein Privileg, im Sauerland zu wohnen.
Nicht jeder kann morgens vor der Arbeit ins Grüne fahren. Aber wer hier lebt, hat diese Chance quasi vor der Haustür.
Ich bin gespannt, ob du das auch so siehst. Nutze gerne die Kommentare, um von deinen Erfahrungen zu berichten. Kannst du dem Stress des Alltags auch so gut im Sauerland begegnen?

